Tennant Creek, Mataranka und ein schwarzer Tag mit Happy End

Nachdem wir in "Alice Springs" 3 Nächte verbracht haben, mal wieder Zeit zum Ausschlafen hatten :-) und schön "shoppen " waren, geht es weiter nach "Tennant Creek". Wir müssen heute und morgen nochmal "Strecke" machen- jeweils etwas über 500km. André hat uns empfohlen, auf den langen Strecken ruhig mal Pause in einem der  " Roadhouses" zu machen, da diese hier in Australien sehr " speziell " sein sollen. Und als Horst mich nach der Hälfte der Strecke vom Fahren ablösen will, halten wir am "Barrow Creek Roadhouse". Hier gibt es eine alte Telegrafenstation, einen Friedhof mit zwei Gräbern und " Michael " in seinem Roadhouse . Da Horst ein Shirt vom deutschen Fußballbund trägt, fragt Michael, welches Horsts Lieblingsverein in Deutschland ist :-) und sogar Michael in einem Roadhouse mitten in Australien weiß, dass es nicht gut um den HSV steht :-( . Die Wände des Roadhouses sind "tapeziert" mit Visitenkarten, Stickern, Aufnähern von Uniformen, alten Ausweisen, Geldscheinen und Fotos von Personen aus aller Welt. Michael zeigt uns stolz die deutschen Exemplare, darunter auch Aufnäher von Polizei- und Zolluniformen. @ Thomas: Ein Aufnäher von der Bundespolizei war nicht dabei- den musst du noch hierher bringen :-).  Horst hat noch eine Visitenkarte im Portemonnaie , die er Michael übergibt. Der freut sich riesig :-). Horst trinkt einen Kaffee bei Michael, den er sich aber selbst mit löslichem Kaffee und Heißwasser aus dem Wasserkocher machen muss :-). Wir sitzen im "Gastraum", der mich stark an die Küche meiner Oma erinnert :-) . Ich muss zur Toilette: OK, wenn man nicht so genau hinschaut und sich nicht allzuviele Gedanken macht, dann gehts .... Vor dem Roadhouse sitzen Aborigini- Frauen mit handgemalten typischen Aborigini-Bildern. Als wir " Hilda" ein Bild abkaufen, fragt sie uns, ob wir ein Foto mit ihr machen möchten. Da das Angebot von ihr kommt, freuen wir uns und fotografieren gerne :-). Etwa 100km vor " Tennant Creek" liegen rechts die sogenannten " Devils Marbles" , die  " Teufelsmurmeln": diese runden Granitfelsen entstanden durch allmähliche Verwitterung eines Granitklotzes. Die Aborigines glauben, dass es die Eier der großen Regenbogenschlange sind: Nach dem Glauben der Aborigines steht diese am Anfang der Schöpfungsgeschichte. Bei unserem Spaziergang durch die " Teufelsmurmeln" haben wir es sehr warm. Unser Außenthermometer am Auto zeigt 43,5 Grad!!!! Zum Glück Haben wir dann in "Tennant Creek" noch die Gelegenheit an einem Staudamm zu baden- mit Pelikanen :-)) . Der nächste Tag wird ein bisschen unser " schwarzer Tag" :-) . André hat uns auf der nächsten weiten Strecke einen Pub etwas abseits der Strecke für unsere Mittagspause empfohlen .Auch hier sollen Wände und Decken mit Kleidungsteilen, Visitenkarten, Geldscheinen, Stickern und Aufnähern verziert sein. Außerdem soll es hier die besten " Hamburger" und " Fish and Chips" geben. Auf der Fahrt dorthin sehen wir von weitem eine große Anzahl Krähen und Greifvögel auf der Straße sitzen und Aas fressen. Horst drosselt das Tempo, trotzdem fliegt ein großer Adler oberhalb der Windschutzscheibe gegen unser Auto :-(. Es knallt fürchterlich . Wir fahren links(!) ran-der Adler ist nicht mehr zu sehen ( auch nicht tod am Straßenrand) und das Wohnmobil hat anscheinend keinen Schaden genommen. Allerdings ist die Küche im Pub, als wir dort ankommen, schon zu und wir bekommen nur noch Sandwiches :-((. Als wir zu unserem nächsten Campingplatz fahren, will Horst Fotos aus dem geöffneten Beifahrerfenster machen und schwups.... ist die Brille weg :-() . Ich fahre links ran und Horst läuft zurück. Zum Glück findet er die Brille am Straßenrand , etwas lädiert, aber bis zum Ende der Reise wird's noch gehen. Nach 170 km kommen wir am Campingplatz an und ich stelle mit Erschrecken fest, dass ich meine Bauchtasche mit Reisepass und Portemonnaie im Pub vergessen habe :-((( . Mir schießt das Adrenalin in den Körper . Der nette junge Mann an der Rezeption, Typ Surflehrer :-), telefoniert sofort mit dem Pub. Die haben aber nichts gefunden. Wir versuchen Talea und André zu erreichen, die nach uns unterwegs waren- kein Empfang im Outback :-(.Wir entschließen uns zurück zu fahren, wohlwissend das wir dann bald in der Dunkelheit fahren müssen. Dies will man im Outback wegen der vielen Tiere, die bei Dunkelheit über die Straße laufen, möglichst vermeiden . Aber- nützt ja nichts. . Doch als wir gerade ins Wohnmobil steigen wollen, kommen Mitreisende, die nach uns im Pub waren mit.....- der Tasche.Horst und mir fällt ein Riesenbrocken vom Herzen und wir geben abends an der Bar noch einen Drink aus. Vorher entspannen wir uns aber alle erstmal in dem " Thermalpool von Mataranka" , der gleich neben dem Campingplatz liegt.Wir liegen im 34 Grad warmen Wasser und schauen hoch in die umstehenden Palmen, nun sind wir in den Tropen Australiens angekommen :-). Auch das Außenthermometer an unserem Auto zeigt abends noch 35 Grad. Im Gegensatz zu den ersten Nächten im Süden, in denen wir die Klimaanlage im Wohnmobil auf " wärmen" einstellen mussten, wählen wir jetzt vor dem Zubettgehen " kühlen" :-). André hat schon recht, wenn er sagt, dass es jetzt die beste Jahreszeit für eine Reise durchs Outback ist: War es die ersten Tage im Süden auch noch frisch, haben wir jetzt für uns Deutsche gefühlte " Hochsommertemperaturen" . Nach dem Baden im Thermalpool trauen wir uns auch noch in den Fluss unterhalb des Pools. Hier gibt es zwar die sogenannten "Freshies" - Süßwasserkrokodile, diese gelten aber als sehr scheu und mögen kein Menschenfleisch :-/. Dies versichert uns zumindestens auch der " Surflehrer - Typ" an der Campingplatzrezeption. OK...,aber da unsere Reiseführer und ein paar Mitreisende aus unserer Gruppe mit Baden gehen , denk ich mir: Warum sollte das "Freshie" gerade mich nehmen, falls es sich anders überlegt ...:-) .

19.9.14 09:03

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