Auf ins " rote Zentrum" Australiens

Unsere weiteste Tagesetappe führt uns nun ins " Rote Zentrum " Australiens: Wir starten morgens gemeinsam um 6 Uhr :-( . Die erste halbe Stunde zieht die Karawane von 10 Wohnmobilen in der aufgehenden Sonne den leeren!! " Stuart Highway" entlang, dann zieht es sich langsam auseinander. Irgendwann sind wir wieder allein auf der endlos langen Straße. Und wenn ich schreibe allein, dann meine ich allein :-) ....Vereinzelt kommen uns Autos, Wohnmobile oder die riesig, langen "Roadtrains" entgegen. Vereinzelt heißt , es kann auch schon mal eine Stunde dauern, bis wir jemandem begegnen. Wir fahren durch die endlose Weite und unser MP3-Player spielt Herbert Grönemeyers " Mambo"- " Ich finde keinen Parkplatz...." :-) .Am Straßenrand sehen wir totgefahrene Kängurus und Rinder(!) in unterschiedlichem Verwesungszustand :-(. Hier in Australien werden totgefahrene Tiere nur an den Straßenrand gelegt und dort den aasfressenden Vögeln und der Verwesung überlassen.  720 km Fahrt und dann ist er zu sehen...- der " Uluru" , oder "Ayers Rock",wie er früher genannt wurde. Das berühmteste Wahrzeichen Australiens, dessen Bild fast jeden Australischen Reiseführer ziert, ragt wie ein gestrandeter Wal aus der Ebene. Wegen des hohen Eisengehalts seines Gesteins, sieht er rostrot aus. Am schönsten, und in verschiedenen Rottönen, leuchtet der Berg bei Sonnenuntergang . Also geht es rechtzeitig zum Sonnenuntergang zum "Sunset-Viewing-Point". Und es ist wunderbar!!! Es klingt vielleicht ein bisschen übertrieben- aber es gehört tatsächlich zu den schönsten Dingen, die ich im Leben gesehen habe. Die Stadt " Yulara" am " Uluru" besteht eigentlich nur aus dem "Ayers Rock Resort" mit Hotels, Ferienappartements, Einkaufszentrum, Tankstelle, Polizei, Feuerwehr und unserem Campingplatz. Aber inzwischen arbeiten hier so viele Leute für den Tourismus, dass sie die drittgrößte Stadt im " Northern Territory" Australiens ist. Der " Uluru" gehört seit 1985 wieder den Aborigines . Diese bitten darum, ihren " heiligen Berg" nicht zu besteigen: Die.Aborigines glauben, dass im Berg die sogenannten "Traumzeitgestalten" ruhen, die einst die Erde geschaffen haben. Wir wandern am nächsten Tag 10,5 km um den " Uluru" herum, um ihn von allen Seiten zu bestaunen. Danach besuchen wir das Kulturzentrum der Aborigines , in dem uns Tradition und die Bedeutung der heiligen Stätten eindrucksvoll vermittelt werden.  50km westlich vom "Uluru" , auch im " Uluru und Kata Tjuta Nationalpark " gelegen, ragen die sogenannten" Olgas", oder auch " Kata Tjutas" auf. Die ebenso rostrot leuchtenden 36 Felskuppeln sind ebenso imposant wie der " Ulura". Hier wandern wir bis zu 2 " Lock Outs" im sogenannten " Tal der Winde". Allerdings ist hier das Wandern eher ein Klettern. Zum Glück Haben wir unsere festen Wanderschuhe an, denn die 7,5 km hin und zurück sind doch anspruchsvoll: Es geht rauf und runter, über Geröll und Gestein. Außerdem ist es 35 Grad warm ( und das im beginnenden australischen Frühjahr :-) ) . Danach bin ich platt :-). Auf dem Parkplatz muss ich am Wohnmobil erstmal die Wanderschuhe aus- und meine Sandalen anziehen - meine Füße dampfen :-). Auf dem Campingplatz haue ich mich nur noch in den Lehnstuhl. Aber nach ein paar aufmunternden Worten einiger unserer männlichen Mitreisenden :-), einer Dusche und der Ankündigung von Talea und André, sie würden jetzt in ein Restaurant mit " rustikalem Barbecue " besuchen und wer Lust hätte, könne gern mitkommen, erwachen bei mir die Lebensgeister wieder :-). In dem Restaurant sucht man sich ein Stück Fleisch aus, bezahlt und grillt es dann selbst an den vorbereiteten " Barbies". Dazu bedient man sich an einem Salatbufett.  Horst entscheidet sich für Rindfleisch , ich mich für Kängurufleisch- wenn wir schon in Australien sind :-) - sehr lecker.

16.9.14 05:32

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