Jetzt endgültig -Es geht los ins Outback

Nach einigen Kilometern auf dem"Stuart Highway" Richtung "Woomera" fängt es an, sehr windig zu werden und..... es regnet- das erste Mal seit unserer Ankunft in Australien. Ich fahre und drossel das Tempo, denn der Wagen wird ordentlich durchgeschüttelt :-( . Der Wind trifft auch voll auf das Wohnmobil, denn schon nach wenigen Kilometern auf dem "Stuart Highway" sind wir "irgendwo im nirgendwo" :-) - neben uns, vor uns, hinter uns- weite Landschaft :-) . Unser Reiseführer André hat angekündigt, in "Woomera" ist außer dem Campingplatz, einer  ehemaligen Raketenversuchsbasis und ein paar Häuser nichts. Und so ist es auch: Es stehen noch ein paar alte Raketen zur Ausstellung in der Landschaft. Allerdings entdeckt Horst beim Joggen noch ein Basketballfeld, Tennisplatz ,Swimmingpool und Sporthalle. Aber zu sehen ist kein Mensch. Allerdings weht auch ein heftiger Wind über den Campingplatz. Dies macht auch unsere Planung fürs Abendessen zunichte :-(: Also wird nicht gegrillt- auf dem außen am Wohnmobil aufklappbaren "Barbie" ( so nennen die Australier , die so gerne grillen, liebevoll ihren Grill), sondern drinnen im Wohnmobil gekocht. Am nächsten Morgen verlassen wir "Woomera" sehr früh, um zeitig in " Coober Pedy" zu sein. "Coober Pedy" wird auch " Welthauptstadt der Opale" genannt. Seit man 1915 hier zufällig Opale gefunden hat, wird hier in Minen nach den Edelsteinen gegraben. Der Name "Coober Pedy" kommt von "Kuba Pitt" - so nannten die Ureinwohner die Minensiedlung und es heißt " Weißer Mann im Erdloch" :-) .  Die Stadt sieht aus, wie eine Goldgräberstadt in alten Wild-West-Filmen. Zum Abbau des Opals werden noch heute riesige Löcher in die Erde gegraben und gesprengt, daneben meterhohe Hügel mit Abraum aufgetürmt. " Coober Pedy" hat 2600 Einwohner , aber man sieht nur wenige Häuser, denn 60 Prozent der Eiinwohner Leben in sogenannten "Dug-Outs" - unterirdische Wohnungen :-).In ehemaligen Minen sind Wohnungen entstanden, die sehr beliebt sind: Da es im Sommer hier sehr heiß wird und im Winter kalt, lässt es sich in den Dug- Outs mit einer konstanten Temperatur von 23 Grad gut aushalten. André und Talea, unsere Reiseführer , haben für unsere Gruppe eine geführte Tour durch den Ort organisiert. Wir sehen skurrile Stellen und Typen:: Angefangen auf dem Friedhof,wo das Grab eines " Karl" ein Bierfass ziert. Karl hat verfügt, dass sein Nachlass dafür verwendet wird, dass immer frisches Bier auf seinem Grab steht, damit man immer Einen auf ihn trinken kann. Leider ist sein Erbe inzwischen verbraucht :-( .  Wir besuchen auch das " Dug- out" von " Crocodile Harry": Der inzwischen verstorbene Harry war im 2. Weltkrieg Marineoffizier in Deutschland ( auch in Flensburg ) und ist dann nach dem Krieg gleich abgehauen , zunächst nach Papua Neuguinea, dann nach Australien. Sein " Dug - out" erinnert außen und innen ein bisschen an einen Messie: innen an den Wänden Hängen überall Visitenkarten, T-Shirts mit Aufdrucken aus aller Welt und in den Schränken liegt und hängt Damenunterwäsche ( angeblich 10.000 Stücke), mit Namen versehen .... Auf einem Feld mit lauter Abraumhügeln dürfen wir nach Opalen " noodeln". So nennt man die Suche nach Opalen. Angeblich hat hier ein kleines Mädchen vor gar nicht langer Zeit einen Opal mit einem Wert von 4500 Australischen Dollar gefunden. Wir finden......nichts :-( . Außerdem besuchen wir dann noch eine Mine, bekommen gezeigt wie man früher und heute Opal abbaut und wie man Opal schleift. Dann geht es natürlich noch in eine Verkaufsaustellung: Ich finde aber keinen Opal, der mich anspricht und Horst spart viel Geld :-) .  Wir beobachten von einem Aussichtspunkt die hinter dem "Stuart Highway" untergehende Sonne und beschließen dann mit vier weiteren Mitreisenden aus unserer Gruppe, im Anbetracht der Tatsache, dass wir morgen die längste Fahretappe (720 km) vor uns haben und um 6 Uhr starten wollen, nicht mehr selbst zu kochen, sondern essen zu gehen - griechisch :-) .

16.9.14 05:30

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